Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

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Schillers Reisen

Die Stationen in Schillers Leben klingen wenig aufregend: Stuttgart, Mannheim, Rudolstadt, Jena, Weimar, Leipzig und Dresden. Die Alpen und das Meer oder touristische Traumziele wie Venedig hat Schiller nie gesehen! Immerhin, für wenige Tage hatte es ihn einmal nach Berlin verschlagen.  Unablässige Arbeit, finanzielle Engpässe, familiäre Verpflichtungen und nicht zuletzt die gesundheitlichen Probleme haben Schiller an weiten Reisen gehindert. Dennoch lässt er seine historisch und topografisch genau recherchierten Werke in ganz Europa spielen. Diese Werke stehen im Geist der Aufklärung, im Ringen um Freiheit und Vernunft. Ein Werk widmet sich der „Nachtseite“ der Aufklärung: In seinem romantischen Roman Der Geisterseher reist Schiller literarisch nach Venedig und entführt seine Leser in die Welt der Geheimbünde und
Verschwörungen. Dieser Roman wird sein größter Publikumserfolg! Mit Schillers Geisterseher –  zeitgleich erschienen zu Casanovas Flucht aus den Bleikammern – etabliert sich Venedig als literarischer Spielort. Es war aber nicht der venezianische Lebenskünstler, sondern Schiller, der als Erster das literarische Motiv vom Tod in Venedig erfand.

Dr. Ansgar Bach, geboren 1966 in Köln, leitet seit 1998 das Reiseunternehmen »Literarisch Reisen« in Berlin. Von 2007-2009 war er Redakteur bei Brockhaus in Leipzig. Er ist u.a. Autor der Sachbücher Literarisches Leipzig (2011) und Casanova und Leipzig (2015) sowie Herausgeber der Anthologien Berlin – Ein literarischer Reiseführer (2007), Die Elbe – Ein literarischer Reiseführer (2010) und Dresden – Ein literarischer Reiseführer (2011).

 

Dr. Ansgar Bach
 

 

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