Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Haus Böttchergäßchen

Der Museumsneubau als Schatzkiste und Labor

Herzstück des Gebäudes im Böttchergäßchen ist das Zentraldepot auf fünf Etagen mit einer Fläche von 1.900 Quadratmetern, in dem der umfangreiche Sammlungsbestand des Stadtgeschichtlichen Museums erstmals einen angemessenen Raum findet. Es bietet zeitgemäße Standards und angemessene konservatorische Bedingungen und gewährleistet damit die Pflege und den Erhalt der Sammlung. Der Bibliotheks- und Fototheksbestand kann von Besuchern zu Studienzwecken im neuen Lesesaal eingesehen werden.

Zudem ermöglicht die Zusammenführung des Bestands in einem Gebäude mit der Abteilung zentrale Dokumentation, den Werkstätten und Büros der wissenschaftlichen Mitarbeiter eine effiziente Arbeitsorganisation. Unter anderem bedeutet dies, dass zu bearbeitende Objekte nicht mehr wie bisher von Haus zu Haus transportiert werden müssen.

Der heterogene Objektbestand des Museums wird seit 1998 durch eine computergestützte Dokumentation mit der vom Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin entwickelten Software GOS verwaltet. Seitdem wurden bereits 220.000 Stücke durch die digitale Karteikarte erfasst und viele davon bereits mit einem Digitalfoto ergänzt. Mittelfristiges Ziel isr es, die Sammlung vollständig zu dokumentieren und für die allgemeine wissenschaftliche Forschung zur Verfügung zu stellen. Die Einrichtung des Zentraldepots bringt das Museum dieser Zielsetzung um einen entscheidenden Schritt näher.

In der Quadriga klassischer Museumsaufgaben - Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen, Vermitteln - gewinnt die didaktische Arbeit des Museums an Stellenwert. Als "Labor" stellt das Haus Böttchegäßchen für diesbezügliche Museumsaktivitäten neue Räumlichkeiten zur Verfügung. Die moderne doppelgeschossige Sonderausstellungsfläche vergrößert die Bandbreite an Präsentationsmöglichkeiten.

 

Blick in eines der Depots
 

Ausstellungsfläche
 

 

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