Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Haus Böttchergäßchen

Der Museumsneubau als funktionale Architektur

Das architektonische Konzept für den Neubau des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig erarbeitete die Prof. Ulrich Coersmeier GmbH gemeinsam mit dem Architekturbüro Ilg Friebe Nauber. Bauherr ist die LESG (Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH). Maßgabe für die Konzeption war, eine pragmatische und komprimierte Lösung für den Erweiterungsbau des Museums mit einer Nutzfläche von 3.290 Quadratmetern zu finden.

 

Ralf-Dieter Claus von der LESG Leipzig, Dr. Engelbert Lütke Daldrup von der Stadt Leipzig, Dr. Volker Rodekamp, Direktor vom Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig and Bauleiter Jens Roeder
 

Gestalterisches Resultat ist ein funktionaler Museumsbau auf einer Grundfläche von 610 Quadratmetern und einer Höhe von 22 Metern mit variablen Großräumen.

Die funktionale Architektur wurde von innen nach außen entwickelt. Das Gebäude gliedert sich in eine öffentliche Zone mit Foyer, Sonderausstellungsbereich, Studio und Besucherbetreuung sowie Lesesaal für Bibliothek und Fotothek und eine Bürozone mit Personalarbeitsräumen, Aufenthaltsraum und Serviceeinrichtungen.
Der Museumseingang ist mit einem Informationscenter als Foyer gestaltet.

Der sich anschließende sechs Meter hohe, doppelgeschossige und lichte Ausstellungsraum von 450 Quadratmetern Fläche bietet optimale Bedingungen für die Präsentation zeitgemäßer Themenausstellungen. Zugleich gestattet der Raum wechselnde Ausblicke zum Bildermuseum und zur Stadt. Im Untergeschoss befinden sich die Serviceeinrichtungen und ein Studio, das alternativ für Veranstaltungen, Medienpräsentationen, kleine Ausstellungen oder als temporäres Schaudepot nutzbar ist. Das Mezzaningeschoss mit Ateliercharakter, das durch seine Glasfronten den Blick auf die Stadt frei gibt, ist das Kindermuseum untergebracht.
Die Natursteinfassade des Geb#äudes präsentiert sich in einem für Leipzig seit langem typischen Baumaterial, rotem Rochlitzer Porphyrtuff. Die Fassade wird durch die Maserung des Steins und durch das Fugenspiel belebt. Sie wird zum Böttchergäßchen hin durch eine plastische Ausfaltung rhythmisiert und nach oben durch ein gläsernes Staffelgeschoss abgeschlossen. Von der Straße aus gesehen, tritt der Bau in einem spannungsreichen Kontrast zum gläsernen Museum der bildenden Künste.

 

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