Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Altes Rathaus

Der Festsaal im Alten Rathaus

Der Festsaal ist 53 Meter lang. Hier fanden früher Festlichkeiten der sächsischen Landesfürsten, Patrizierhochzeiten, Handwerkerfeste und Studentenbälle, aber auch Gerichtsverhandlungen statt.

Er ist heute der zentrale Ort der Ständigen Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzigs und wird für herausragende protokollarische  Veranstaltungen der Stadt Leipzig genutzt.


Ein 1823 fertig gestelltes, etwa 25 Quadratmeter großes maßstabgetreues Modell der Stadt Leipzig begrüßt den Besucher gleich am Eingang des Festsaales. Dieses von dem Leipziger Tapezierer und Möbeltischler Johann Christoph Merzdorf in siebenjähriger Arbeit geschaffene dreidimensionale Stadtmodell gelangte 1874 in den Besitz des Vereins für die Geschichte Leipzigs und erhielt 1909 mit der Gründung des Stadtgeschichtlichen Museums seinen Standort im Alten Rathaus.

Zum großen Jubiläum 1000 Jahre Leipzig wurde das Stadtmodell mit viel Akribie und Liebe zum Detail von Grund auf restauriert und modernisiert und mit taktilen Karten versehen, die blinden und sehbehinderten Gästen einen inhaltlichen Zugang zu diesem besonderen Exponat ermöglichen. Lesen Sie mehr.

Auf dem Pfeiferstuhl (Musikempore) am Nordende spielten die Stadtpfeifer zum Tanz.

 


 

Blick in den Festsaal
 

Die Steinmetzarbeit aus Sandstein und Porphyrtuff von Paul Wiedemann ist ein Beispiel reinster Renaissancearchitektur aus dem Jahre 1557. An der Nord-, Süd- und Ostwand des Saales hängen in der unteren Reihe Bildnisse der Leipziger Stadtrichter, die obere zeigt repräsentative Fürstenbilder in ganzer Figur. Die drei barocken Sandsteinkamine schuf Friedrich Fuß um 1610. An der Südwand wurde zwischen 1906 und 1909 als Gegenstück zum Pfeiferstuhl ein Porphyrportal zur Erinnerung an den Umbau zum Museum eingebaut, das dem Eingangsportal des Rathauses nachempfunden ist.

 

zurücknach oben