Luther + Reformation = Klimaschutz

 

Das Jahr 2017 ist das Jahr der Reformation. Das Stadtmuseum Leipzig widmet sich in diesem Rahmen den Spuren, die Martin Luther in Leipzig hinterlassen hat.
In seiner Disputation in der Pleißenburg hat er sich mit dem Theologen Johannes Eck in aller Öffentlichkeit einen erbitterten Streit geliefert. Bekannt ist Luther  für sein aufrührerisches Wesen und seine bahnbrechenden Ideen, die die Welt verändern und in eine bessere Richtung lenken wollten.

Warum sollten wir das nicht zum Anlass nehmen und beim Aufbau unserer neuen Ausstellung auch ein bisschen reformieren? Zum Beispiel unsere Beleuchtungsanlage. Die war schon ziemlich alt und hat viel zu viel Strom verbraucht.

Im April dieses Jahres wurde die neue Sonderausstellung Luther im Disput im Nordflügel der 1. Etage des Alten Rathauses eröffnet. Die Umbauarbeiten, die dafür nötig waren, haben uns die Gelegenheit gegeben, nun schon das zweite Projekt im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative umzusetzen. Erst  im letzten Jahr wurden in der 2. Etage des Alten Rathauses alte Halogenstrahler durch neue Beleuchtungstechnik  ausgetauscht. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Natur, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Nun ist das nächste Etappenziel erreicht. Die neugestalteten Ausstellungsbereiche, die sich der Stadtwerdung Leipzigs und Luthers Wirken hier widmen und unter anderem kostbare Gemälde und Objekte aus der Renaissance zeigen, wurden mit 76 zeitgemäßen LED-Strahlern ausgestattet. Das ist nicht nur gut für die Objekte, denn die Lichtintensität der Leuchter kann passgenau abgestimmt werden. Es ist auch angenehm für die Besucher, da das Licht in den Ausstellungsräumen für Atmosphäre und gute Lesbarkeit der Ausstellungstexte sorgt.

Diese Baumaßnahme ist wieder mit über 9000 € gefördert worden. Dass damit eine Stromeinsparung von ca. 71% ermöglicht und eine CO2-Minderung von über 102 t in 20 Jahren erreicht wird, freut Robert Altmann, der Anfang Mai als neuer Leiter des Technischen Dienstes im Stadtmuseum anheuerte. Die Maßnahmen sind für uns ein großer Schritt, mit dem wir einen eigenen Beitrag zum nationalen Klimaschutz leisten. Der Reformator Luther und seine Zeitgenossen hätten sicher auch nichts dagegen gehabt.